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Weisheitszähne: Wann müssen sie raus?

Weisheitszähne: Wann müssen sie raus?

Viele Menschen schenken ihren Weisheitszähnen erst Beachtung, wenn sie Beschwerden verursachen, wie entzündliche Schmerzen oder Schwellungen.

Ob diese Symptome Anzeichen dafür sind, dass eine Entfernung der Zähne ratsam wäre oder es sich eher um eine vorübergehende Erscheinung während des Durchbrechens handelt, kann ein Zahnarztbesuch klären.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wann ein Zahnarztbesuch sinnvoll ist, wie die Entfernung der Weisheitszähne abläuft und in welchen Fällen die Entfernung der Weisheitszähne die beste Option ist.

Warum Weisheitszähne oft Probleme bereiten

Die Weisheitszähne sind die letzten der Backenzähne (Molaren), die sich im Kiefer entwickeln. Während unsere Vorfahren mit einem größeren Kieferknochen und einer breiteren Zahnreihe ausgestattet waren, ist beim modernen Menschen häufig zu wenig Platz im Kiefer vorhanden.

Dieser Platzmangel führt dazu, dass die vier Weisheitszähne oft schief durchbrechen oder im Knochen stecken bleiben. In der Folge entstehen Druckgefühle, wiederkehrende Entzündungen im umliegenden Zahnfleisch, Probleme bei der Kieferöffnung oder sogar Vereiterungen mit begleitendem Fieber und Krankheitsgefühl. Auch benachbarte Zähne können durch Zystenbildung, Knochenabbau und Karies Schaden nehmen.

Nicht jeder Mensch bekommt alle vier Weisheitszähne, doch wenn sie vorhanden sind, sollte regelmäßig kontrolliert werden, ob sie regelrecht durchbrechen und ausreichend Platz im Kiefer haben. Nur so lässt sich vermeiden, dass sie benachbarte Zähne schädigen oder wiederholt Entzündungen verursachen.

Fünf Typische Anzeichen, dass Weisheitszähne entfernt werden müssen

Nicht immer bereiten Weisheitszähne sofort Beschwerden oder müssen zeitnah entfernt werden. Während der Wachstumsphase von Weisheitszähnen (i.d.R. ab dem 16. Lebensjahr) kann es zum Beispiel zu Druckgefühlen im Kieferbereich kommen, die von alleine wieder abklingen. Anzeichen dafür, dass eine Entfernung notwendig wird, treten oft erst später auf. Die folgenden Symptome sind typische Warnsignale, bei denen ein Zahnarztbesuch ratsam ist.

1. Schmerzen und Druck im Kiefer

Ein dumpfer Druck oder pochende Schmerzen im hinteren Kieferbereich können darauf hinweisen, dass Weisheitszähne keinen ausreichenden Platz haben. Treten diese Beschwerden regelmäßig auf, sollte geprüft werden, ob die Entfernung notwendig ist. Unter Umständen kann es sich um die normalen Wachstumsschmerzen handeln, da Weisheitszähne erst deutlich verzögert ihr Wurzelwachstum beginnen, als die restliche Bezahnung. In beiden Fällen ist ein Röntgenbild beim Zahnarzt zur Beurteilung der Situation notwendig.

2. Entzündetes Zahnfleisch oder Schwellung

Wenn sich das Zahnfleisch über dem durchbrechenden Zahn entzündet oder Schwellungen sichtbar werden, liegt meist eine bakterielle Reizung vor. In solchen Fällen bildet sich häufig eine schmerzhafte Wunde, die beim Kauen oder Zähneputzen extrem empfindlich sein kann. Bleibt die Entzündung bestehen, kann sie sich auf umliegende Gewebe ausbreiten und eine Schwellung verursachen. Klingt die Entzündung nicht von selbst nach einigen Tagen wieder ab, sollten Sie sich dringend bei Ihrem Zahnarzt vorstellen.

3. Schwierigkeiten beim Kauen oder Öffnen des Mundes

Wenn das Öffnen des Mundes schmerzhaft ist oder Beschwerden beim Kauen entstehen, kann das auf entzündliche Prozesse im Kieferbereich hinweisen. Durch diese entzündlich hervorgerufene Kieferklemme sind die normalen Bewegungen des Kiefers, häufig die Mundöffnung, eingeschränkt. Diese Einschränkungen sind nicht nur unangenehm, sondern können auch bei akuter Verschlechterung auf ein Abzessgeschehen hinweisen, bei dem eine Behandlung mit Antibiotika notwendig wird.

4. Platzbedarf und kieferorthopädische Vorsorge

Im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung ist es oft sinnvoll, die Entwicklung der Weisheitszähne frühzeitig zu bewerten. Wenn absehbar ist, dass im Kiefer nicht genügend Platz für ihren ordnungsgemäßen Durchbruch vorhanden sein wird, kann eine Entfernung ratsam sein. Dies trägt dazu bei, die Stabilität der Zahnreihen zu unterstützen und das Ergebnis einer vorangegangenen Zahnkorrektur langfristig zu sichern.

5. Wiederkehrende Entzündungen oder Abszesse

Kommt es immer wieder zu Entzündungen im Bereich der hinteren Backenzähne, ist das ein ernstzunehmendes Warnsignal. Solche wiederkehrenden Symptome treten häufig bei deutlichem Platzmangel, Schachtelstellungen der Molaren oder nicht hygienefähigen Weisheitszähnen auf hin, die nur durch eine Entfernung der Weisheitszähne endgültig behoben werden können. Bleiben diese Warnzeichen unbeachtet, drohen chronische Entzündungen oder bleibende Schäden am Zahnfleisch, Nachbarzahn und Kieferknochen.

Sie bemerken Schmerzen, Schwellungen oder Druck im Kiefer? Dann empfehlen wir, die Ursache in unserer Praxis abklären zu lassen.

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Wann ist eine Entfernung der Weisheitszähne sinnvoll?

Nicht immer ist das Entfernen der Weisheitszähne sofort notwendig. Oft bleiben die hinteren Zähne zunächst unauffällig und werden erst später problematisch. Ob eine Entfernung der Weisheitszähne wirklich sinnvoll ist, entscheidet der Zahnarzt nach einer gründlichen Untersuchung.

Beurteilung per Röntgenbild

Bevor die Weisheitszähne entfernt werden, prüft der Zahnarzt mithilfe von Röntgenbildern, wie die Zähne im Kieferknochen liegen. Diese Aufnahmen zeigen, ob die Zähne gerade durchbrechen oder schräg wachsen und wie nah sie an Nerven und Nachbarzähnen liegen.

Erst auf dieser Basis lässt sich beurteilen, ob das Entfernen der Weisheitszähne medizinisch notwendig ist oder ob zunächst abgewartet werden kann.

Wann der Zahnarzt zu einer Weisheitszahn-OP rät

Ob eine Weisheitszahn-OP notwendig ist, hängt davon ab, wie die Zähne im Kiefer liegen und ob sie ausreichend Platz haben. Röntgenaufnahmen und eine gründliche Untersuchung zeigen, wann das Entfernen der Weisheitszähne empfehlenswert ist.

Häufige Gründe für die Entfernung der Weisheitszähne

Zu den häufigsten Ursachen für eine Weisheitszahnentfernung zählen:

  • Platzmangel im Kiefer: Die Weisheitszähne können nicht vollständig durchbrechen und bleiben teilweise von Schleimhaut bedeckt, manchmal drücken sie auf die übrigen Zähne.
  • Entzündungen und Schmerzen: Nur teilweise durchgebrochene Zähne sind schwer zu reinigen und entzünden sich leicht.
  • Karies, Knochenabbau oder Zysten: In schwer zugänglichen Bereichen bilden sich häufig bakterielle Beläge, die kariöse Defekte sowie Knochenabbau an Nachbarzähnen verursachen können, oder es entstehen Zysten im Kieferknochen.

Wenn einer dieser Fälle vorliegt, rät der Zahnarzt oft zur Entfernung der Weisheitszähne, um spätere Komplikationen zu vermeiden.

Warum Vorsorgeuntersuchungen wichtig sind

Regelmäßige Kontrollen helfen, Probleme früh zu erkennen, bestenfalls noch bevor Schmerzen entstehen. Durch rechtzeitig angefertigte Röntgenbilder kann der Zahnarzt abschätzen, ob sich die Weisheitszähne unauffällig entwickeln oder ob eine spätere OP wahrscheinlich ist. So lässt sich der optimale Zeitpunkt für das Entfernen der Weisheitszähne bestimmen und aufwendigere Eingriffe werden vermieden.

Ablauf der Weisheitszahn-Operation

Viele Patienten machen sich vor einer Weisheitszahn-OP Sorgen über Schmerzen oder Komplikationen. Dabei verläuft die Weisheitszahn-Operation dank moderner Technik und erfahrener Behandler in der Regel schonend und planbar. In unserer Zahnarztpraxis erfolgt der gesamte Eingriff schmerzarm und unter ruhigen Bedingungen.

Vorbereitung und Betäubung

Die Betäubung erfolgt lokal, damit der Bereich komplett schmerzfrei ist.

Der eigentliche Eingriff

Während der OP öffnet der Zahnarzt das Zahnfleisch so weit wie nötig, um den Zahn sichtbar zu machen. Danach wird der Weisheitszahn vorsichtig gelockert und entfernt. In manchen Fällen wird der Zahn in kleinere Stücke geteilt, um das umliegende Gewebe zu schonen.

Die Weisheitszahn-Operation selbst dauert meist nur einige Minuten pro Zahn. Im Anschluss wird die Wunde mit feinen Nähten verschlossen, damit sie optimal abheilen kann.

Wie viele Zähne werden entfernt?

Ob ein oder vier Weisheitszähne in einer Sitzung entfernt werden, hängt vom individuellen Befund ab. Meist empfiehlt es sich, beide Zähne einer Seite gleichzeitig zu entfernen, um die Heilungszeit zu verkürzen. Diese Entscheidung trifft der Zahnarzt gemeinsam mit Ihnen nach gründlicher Untersuchung des Kiefers.

Dauer & Nachsorge in der Praxis Dr. Klaus Karge

In der Regel dauert eine vollständige Weisheitszahn-OP zwischen 20 und 60 Minuten – abhängig von Anzahl und Lage der Zähne. Nach der Operation wird die Wunde kontrolliert und Sie erhalten genaue Anweisungen zur Pflege zu Hause.

In unserer Praxis steht eine persönliche Nachbetreuung im Mittelpunkt: Wir begleiten Sie vom ersten Beratungsgespräch bis zur vollständigen Heilung.

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Was passiert nach der OP? – Heilung, Wundpflege & Nachsorge

Nach der Weisheitszahn-Operation braucht der Körper Zeit zur Heilung. Die folgenden Hinweise helfen, die Regeneration in den ersten Tagen bestmöglich zu unterstützen und Schmerzen oder Schwellungen gering zu halten.

  • Schmerzen und Schwellungen in den ersten Tagen
    Nach dem Eingriff können leichte Schmerzen oder Schwellungen auftreten. Das ist normal und klingt meist nach einigen Tagen wieder ab. Kühlpads, weiche Kost und Ruhe helfen, die Heilung zu fördern. Schmerzmittel können bei Bedarf und nach Rücksprache mit dem Zahnarzt eingenommen werden.
  • Kühlen, Schonung und Ernährungstipps
    Kühlen Sie die betroffene Wunde regelmäßig und vermeiden Sie körperliche Anstrengung. Auf Alkohol und Rauchen sollte während der Heilungsphase verzichtet werden. In den ersten Tagen sind weiche, nicht zu heiße Speisen ideal. So bleibt die Wunde sauber und ungestört, was das Risiko von Entzündungen deutlich reduziert.
  • Wann wieder normal essen und sprechen möglich ist
    Nach etwa drei bis fünf Tagen lässt sich der Mund meist wieder weit genug öffnen, um normal zu essen und zu sprechen. Leichte Beschwerden können noch bestehen, sollten aber stetig abklingen. Wenn die Fäden entfernt sind, ist die Heilung in der Regel weit fortgeschritten.
  • Mögliche Nebenwirkungen und Warnzeichen
    In seltenen Fällen können Nebenwirkungen wie Nachblutungen, länger anhaltende Schmerzen oder Schwellungen auftreten. Taubheitsgefühle oder Fieber sind Symptome, die zeitnah abgeklärt werden sollten. Bei Unsicherheit gilt: lieber einmal mehr in der Praxis anrufen und den Heilungsverlauf prüfen lassen.

Weisheitszähne im Alter ziehen – was gilt es zu beachten?

Auch im Erwachsenenalter kann es notwendig werden, die Weisheitszähne zu ziehen. Mit den Jahren verändert sich jedoch der Kieferknochen: Er wird dichter und weniger flexibel, der Zahn verbackt regelrecht mit dem umgebenden Knochen, wodurch die Weisheitszahnentfernung etwas schwieriger sein kann als bei Jugendlichen. Die Heilungsdauer verlängert sich dadurch oft, verläuft aber bei gesunden Erwachsenen in der Regel problemlos.

Trotzdem sollte das Ziehen der Weisheitszähne auch im höheren Alter in Betracht gezogen werden, vor allem, wenn wiederkehrende Entzündungen, Druckgefühle, Knochenauflösung oder Verschiebungen auftreten. Der Eingriff kann helfen, Schmerzen zu beseitigen und die Nachbarzähne langfristig zu schützen. Ein zusätzlicher Vorteil unserer Zahnarztpraxis: Dank moderner Betäubungs- und Operationstechniken lässt sich der Eingriff heute auch bei älteren Patienten sicher, schonend und nahezu schmerzfrei durchführen.

Rechtzeitig handeln & Weisheitszahn-Komplikationen vermeiden

Regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt helfen, mögliche Probleme mit den Weisheitszähnen früh zu erkennen und größere Eingriffe zu vermeiden. Wer rechtzeitig handelt, kann von einer unkomplizierten Behandlung und geringeren Risiken während der Entfernung profitieren.

Bei anhaltenden Beschwerden oder Unsicherheiten beraten wir Sie gerne persönlich in unserer Zahnarztpraxis in Braunschweig.

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Häufige Fragen rund um Weisheitszähne

Wie lange dauert die Heilung nach einer Weisheitszahn-OP?

In der Regel verheilt die Wunde innerhalb von ein bis zwei Wochen. Leichte Schwellungen oder Empfindlichkeiten sind in den ersten Tagen normal und klingen meist schnell ab, wenn die Nachsorgeempfehlungen beachtet werden.

Was darf man nach der Weisheitszahn-OP essen?

Weiche, kühle und nicht zu heiße Speisen wie Suppen, Joghurt oder Kartoffelpüree sind ideal. Auf harte, krümelige oder scharfe Lebensmittel sollte in den ersten Tagen verzichtet werden, um die Wunde zu schonen.

Was passiert, wenn man Weisheitszähne nicht entfernen lässt?

Nicht jeder Weisheitszahn muss automatisch gezogen werden, viele wachsen völlig unproblematisch und bleiben ein Leben lang gesund im Kiefer. Kritisch wird es erst, wenn Platzmangel, Entzündungen oder Druck auf Nachbarzähne entstehen. Regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt helfen, rechtzeitig zu erkennen, ob eine Entfernung sinnvoll ist oder nicht.

Wann darf man nach dem Eingriff wieder Sport treiben?

Sportliche Aktivitäten sollten für etwa sieben bis zehn Tage pausiert werden, um Nachblutungen und Schwellungen zu vermeiden und einen ungestörten Heilungsverlauf zu gewährleisten. Danach kann – je nach Heilungsverlauf – langsam wieder begonnen werden.

Ab welchem Alter sollte man Weisheitszähne entfernen lassen?

Der ideale Zeitpunkt liegt meist zwischen dem 16. und 25. Lebensjahr, wenn die Wurzeln noch nicht vollständig ausgebildet sind. Eine frühzeitige Weisheitszahnentfernung erleichtert den Eingriff und beschleunigt die Heilung.

Ist eine Weisheitszahn-OP schmerzhaft?

Während der Operation spüren Patienten dank lokaler Betäubung keine Schmerzen. Nach dem Eingriff können normale Wundschmerzen auftreten, die mit Kühlung und Schmerzmitteln gut kontrollierbar sind.

Wie erkennt man, ob sich die Wunde nach der Weisheitszahn-OP entzündet hat?

Übermäßige Schmerzen, die nicht mit Schmerzmitteln zu behandeln sind, Schwellungen oder ein unangenehmer Geschmack im Mund können auf eine Entzündung hindeuten. In diesem Fall sollte die Praxis zeitnah kontaktiert werden, um die reibungslose Heilung sicherzustellen.